2015/05: März 18-22 >>> Yakushimi, Freiburg

YAKUSHIMI, Die Sprache des Wassers,

eine Klangausstellung von Mesias Maiguashca

E-Werk, Pfeiler Halle,

18. bis 22. März 2014

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Yakushimi, eine Klanginstallation, ist eine Meditation über das Wasser.

Das Leben auf unserem Planeten ist ohne die Zusammenwirkung von Sonne, Erde und Wasser nicht vorstellbar. Wasser durchdringt unseren Lebensraum. Der Mensch selbst besteht angeblich aus 70% Wasser; 70% der Erdoberfläche ist von Wasser bedeckt. Das Element Wasser hat immer die Phantasie der Menschen  entzündet, es ist in sämtlichen Mythen und Religionsdarstellungen gegenwärtig.

In der andinischen Tradition Südamerikas hat Wasser eine zentrale Bedeutung. Es ist wichtiger Bestandteil der Pachamama, der Mutter-Erde. Die Mama-Yaku (die Mutter des Wassers) ist immer bei den wichtigsten Momenten des Lebens des Menschen gegenwärtig (Geburt, Hochzeit, Tod, usw.)

Eine Diskussion über die Erhaltung der Qualität des Wassers und seine gerechte Verteilung zwischen den verschiedenen Menschengruppen auf der Erde wird in näherer Zukunft einen zentralen Platz einnehmen.

Die Installation: In den Räumen der Pfeilerhalle, E-Werk Freiburg, wird ein Audiowiedergabesystem mit 14 getrennten Audiokanälen aufgebaut. Über diese Anlage wird die Audiokomposition Yakushimi zu hören sein. Diese besteht aus 16 „Stücken“, die nacheinander gespielt werden und zwar mit einer Gesamtdauer von 120 Minuten. Die Gesamtkomposition wird mehrmals am Tag wiedergegeben. Yakushimi besteht ausschließlich  aus Wassergeräuschen, die in der freien Natur aufgenommen wurden. Diese Klänge wurden von mir an mehreren Orten Europas und Ecuadors in mehreren Arbeitsetappen aufgenommen und später in meinem privaten Studio ausgearbeitet und montiert.

Das Publikum kann beliebig kommen und gehen, der Zuhörer wird somit selbst über Gehalt und Dauer seiner Erfahrung entscheiden. Ein erneuter Besuch von der gleichen Person wird ein ganz verschiedenes Erleben mit sich bringen. Zusätzlich werden  2 CD-Abhörstationen (mit Kopfhörern) im Raum installiert. Der Zuhörer kannüber diese Fragmente aus meiner Komposition  La Canción de la Tierra, (eine Meditation über die Pachamama, die Mutter-Erde, in der Kosmovisionder Indios der Anden), zur gleichen Zeit hören. Um die Wahrnehmung des Besuchers  auf die Wasserkompositionen zu fokussieren, wird der Raum weitgehend dunkel sein. Als einzige Beleuchtungsquellen werden Videodarstellungen von Sonogrammen fließenden Wassers zu sehen sein; zusätzlich auch Projektionen von philosophischen und poetischen Texten.

In der Vernissage werden Kompositionen von Mesias Maiguashca, die eigens für diese Ausstellung komponiert sind, aufgeführt:

Vernissage,18 März:

...por el Yasuní...  für Violine, Violoncello und Elektronik (2015)
   Antonio Pellegrini - Violine, Gaby Schumacher - Violoncello  (UA)

 5 Microgramas para Guitarra y Cajón (2014)
   Alexander Lehner, Gitarre  (Europäische Erstaufführung)