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40/1997-98: "aus 'Deutsches Requiem'" für Klavier, Saxophon, Schlagzeug, 2 Sampler und Elektronik

aus "deutsches Requiem" (nach J.L.Borges) (97-98), für Saxophon, Klavier, Schlagzeug, 2 Sampler und Elektronik

 



1995 schrieb ich eine Minioper über die Kurzgeschichte „Das geheime Wunder“ von J.L. Borges. Sie erzählt den Vorabend der Hinrichtung („morgen, um neun Uhr“) eines von den Nazis zum Tode verurteilten jüdischen Schriftstellers. Die Kurzgeschichte „Deutsches Requiem“, ebenfalls von Borges, erzählt den Vorabend der Hinrichtung  („morgen, um Neun“)  eines zum Tode verurteilten Nazi Verbrechers.

Die Parallelen sind so verblüffend, daß ich entschied, auch über diese Geschichte eine Komposition zu schreiben. Folgende, in die letztere Kurzgeschichte eingeflochtenen  Wörter, haben mich extrem beunruhigt:

"...Im ersten Band von Parerga und Paralipomena (*)  las ich wieder, daß alle Vorfälle, die einem Menschen vom Augenblick seiner Geburt bis zu dem seines Todes zustoßen können, durch ihn vorbestimmt sind..."

(*) von Schopenhauer

Die Komposition basiert formell auf dem vorhergehenden Text. Sie benutzt diesen auch (in spanischer Sprache) als akustisches Material  für eine immer wiederkehrende von den Samplern ausgeführte Textmontage.

Interessant wäre mal beide Kompositionen an einen Abend nacheinander zu hören.

 

Tre Media/Ricordi