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45/2002: "La Celda", für einen Schauspieler, elektroakustische Musik und 3 Videosequenzen

LA CELDA (2002),
Musikalisches Theater
für einen Schauspieler, elektroakustische Musik und 3 Videosequenzen,
nach der Erzählung DAS GEHEIME WUNDER,  von Jorge Luis Borges und die Minioper DIE FEINDE von Mesias Maiguashca.
Videosequenzen: Tamás Waliczky (Ungarn).

1997 komponierte ich die Minioper DIE FEINDE, nach der Erzählung DAS GEHEIME WUNDER von J.L. Borges. Sie wurde in Karlsruhe im ZKM (Auftragsgeber des Werkes) im selben Jahr urauffgeführt. LA CELDA benutzt eine stereo Aufnahme der Minioper, 3 Videosequenzen von Tamás Waliczky, (ungarischer Videokünstler) und eine 8-spurige Klangmontage. LA CELDA wurde im Juli 2002 in Quito, Ecuador uraufgeführt.

DAS GEHEIME WUNDER
erzählt die Geschichte von J. Hladik, jüdischer Schriftsteller, 1942 von den Nazis in Prag verhaftet und anschließend zum Tode verurteilt. Gerade war er dabei, sein Drama DIE FEINDE zu konzipieren, er glaubte, daß dieses sein Hauptwerk sein würde. Er klagt Gott an und verlangt von ihm, die Zeit zu bekommen, das Werk zu vollenden ehe er stirbt. Am nächsten Tag feuern die Soldaten auf ihn, die Kugeln aber bleiben in der Luft stehen. Hladik versteht: Gott gewährt ihm die Zeit zur Ausarbeitung des Werkes. Fieberhaft schreibt er das Drama zuende; in dem Moment der Vollendung nehmen die Kugeln seine Lauf wieder auf und zerfetzen ihn.

LA CELDA berichtet über Hladiks letzte Nacht in der Zelle und die Erschießung am nächsten Tag im Gefängnishof.

Hladik ist in der Zelle zum Alleinsein verdammt. Sein einziger Kontakt mit der Außenwelt sind seine Ohren. Seine einzige mögliche Tätigkeit sind Gymnastikübungen.

Das Publikum
-"sieht"  Hladik  und sein Umherirren in der Zelle;
-"hört" über 8 Lautsprecher seine Innenwelt;
-"erlebt" seine Träume durch drei Videosequenzen;
-"erfährt" die Geschichte über die Stimme eines Erzählers.

Tre Media/Ricordi