Viele auf dieser Homepage enhaltenen Partituren und Cds sind käuflich zu erwerben. Bitte schreiben Sie an Kontakt für Preise und sonstige Auskünfte.

58/2007: "Ton-Geographie IV", für Violine, Cello, Flöte, Posaune, Klangobjekte...

Ton-Geographie IV (2007), für eine Klanginstallation, Violine, Cello, Flöte, Posaune und Klangobjekte

2006 realisierte ich die Installation Ton-Geographie I. Sie wurde in den Räumlichkeiten des E-Werks Freiburg, im Auftrag der Architektenkammer Freiburg uraufgeführt:

In einem geschlossenen Raum werden Sinustonmischungen (mindestens 4, maximal 20) eingespielt. Jeder Sinuston bildet stehende Wellen, mit der dazu gehörenden Wellenknoten und Wellenbäuchen. Der Besucher kann  indem er sich bewegt seine Aufmersamkeit auf suksessive Wellenbäuche der stehenden Wellen richten und somit eine Art "Melodie" wahrnehmen.

In Ton-Geographie IV spielen  fünf Instrumente in dem von Ton-Geographie I kreierten Raum. In verschiedenen Momenten bewegen sich einige Spieler im Raum, sodaß Situationen entstehen, die ich in der Komposition Ton-Geographie II hematisiert habe.

In Ton-Geographie IV soll sich das Publikum im Raum bewegen (im Gegensatz zu "normalen" Konzerten, wo jedem Besucher ein bestimmter Platz zugewiesen wird). Die Bewegung ist unerlässlich, da der Besucher sonst keine musikalische Veränderungen erleben kann. Eine periodische Körperbewegung (z.b. eine links-rechts Bewegung von ca. 0.5 meter) wird er akustisch als einen musikalischen "loop", mit der Periode seiner Körperbewegung wahrnehmen. Somit ist der Besucher in der Lage durch seine Bewegung eine eigene "Begleitung" für die klangliche Struktur der 5 Musiker zu gestalten.

Ton-Geographie IV
bricht mit 2 Grundelementen der Praxis des klassichen  Konzertbetriebs. In diesem

.spielen die Interpreten auf einer Bühne, Die Zuhörer haben feste Plätze im Saal;

.die Aufgabenrolle ist klar definiert: die Interpreten tragen vor, das Publikum hört zu.

In Ton-Geographie IV gibt es keine Bühne, bzw. feste Plätze für die Zuhörer.   Ferner, nur mit bewussten Bewegungen wird der Besucher die Idee der Komposition verwirklichen können und übernimmt somit  eine gestaltende Rolle.

Uraufführung: 19 Januar 2007, E-Werk Freiburg.